Stiftung Historisches Armeematerial Führungsunterstützung (HAMFU) und Verein Interessengemeinschaft Übermittlung (IG Uem)

Willkommen bei der Stiftung HAMFU und dem Verein IG Uem

Die Stiftung HAMFU bewahrt, dokumentiert und vermittelt Wissen zu historischem Armeematerial der Führungsunterstützung der Schweizer Armee. Im Sammlungszentrum Uster wird sichtbar, wie Kommunikation, Funk, Telefonie, Telegrafie, Chiffriertechnik und Informationstechnologie militärische Führung über mehr als ein Jahrhundert geprägt haben.

Gemeinsam mit dem Verein IG Uem macht die Stiftung diese technische und kulturhistorische Sammlung für interessierte Besucherinnen und Besucher, Fachpersonen und Armeeangehörige zugänglich.

Was ist HAMFU?

HAMFU steht für Historisches Armeematerial Führungsunterstützung. Die Stiftung betreut im Auftrag des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport VBS historisches Führungsunterstützungs- und Übermittlungsmaterial der Schweizer Armee und wirkt als Kompetenzzentrum für die Geschichte dieses Materials. Dazu gehören das Erfassen, Restaurieren, Unterhalten, Dokumentieren und Vermitteln der Sammlung.

Was zeigt das Sammlungszentrum Uster?

Das Sammlungszentrum in Uster zeigt historische Geräte, Systeme, Fahrzeuge und Dokumente aus den Bereichen Kommunikation, Übermittlung und Führungsunterstützung. Die Sammlung umfasst den Zeitraum 1875 bis 2000 und enthält rund 15’000 Objekte sowie rund 50 authentisch ausgerüstete Übermittlungsfahrzeuge.

Ausgewählte Objekte aus unserer Sammlung

Die Sammlung der Stiftung HAMFU umfasst Geräte, Systeme, Fahrzeuge und Dokumente aus der Geschichte der militärischen Kommunikation. Ausgewählte Objekte zeigen, wie sich Übermittlung und Führungsunterstützung von einfachen Signalmitteln über Telefonie und Funk bis zu elektronischen und digitalen Systemen entwickelt haben.

Armeetelefon 32

Das Armeetelefon 32 im Holzkasten gehörte zur dritten Generation der Feldtelefone und blieb fast vierzig Jahre lang im Einsatz.
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Armeetelefon 53

Das ATf 53 löste die alten Armeetelefone im Holzkasten ab und ist auch in der Armee XXI noch im Einsatz.
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Brieftaubenkorb Modell Radfahrer

Mit so einem Korb nahmen Aufklärungs-Patrouillen Brieftauben auf ihre Erkundungen mit. Die Tiere flogen zuverlässig zurück zu ihrem Schlag und transportierten dabei kurze Meldungen in Fuss- oder Brusthülsen.
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Central-Telefon 1918

Das Central-Telefon war bis zum Zweiten Weltkrieg in technischer Hinsicht das beste Telefon der Schweizer Armee.
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Chiffriermaschine NEMA

Mit dem Krieg begann 1939 auch die Auslieferung von zuvor in Deutschland bestelltem Kriegsmaterial zu stocken. Davon betroffen waren auch die Chiffriermaschinen Enigma. Mitarbeiter des «Chiffrebüros» begannen 1943 deshalb, selbst ein solches Gerät zu konzipieren. Sie nannten es konsequenterweise «Neue Maschine», verkürzt auf «NEMA».
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Dreikreis-Empfänger E 31

Der E 31 kam zuerst als Stationsempfänger in verschiedenen Funkstationen zum Einsatz, später – zu Beginn des Zweiten Weltkrieges – wurde er zum Abhorchen eingesetzt.
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Feldtelefon 41 A

Das Feldtelefon 41 A war in Grunde genommen ein Armeetelefon 32 im Ledertornister statt im Holzkasten.
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Feldtelefon 50

Das Feldtelefon 50 war überall in der Armee anzutreffen – es gab über 12’000 Stück davon.
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Feldtelefon Favarger Modell 1888

Das Feldtelefon von Favarger wurde in der Gotthard-Festung eingesetzt.
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Frontchiffriergerät FG 46

Das FG 46 war ein handlicher Schieber, mit dem eine Nachricht durch polyalphabetische Substitution verschlüsselt werden konnte.
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Funkstation SE-222

Die Kurzwellen-Funkstation SE-222 löste zu Beginn der 1960er mehrere ältere grosse Funkstationen ab. Sie wurde hauptsächlich für den Schreibfunk verwendet.
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Fuss-Depeschenhülse für Bieftauben, Alu

Brieftauben trugen mit solchen Fuss-Depeschenhülsen winzige Zettel mit kurzen Nachrichten zum heimischen Taubenschlag.
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Kommunikation als Grundlage militärischer Führung

Militärische Führung ist ohne zuverlässige Kommunikation nicht möglich. Das Sammlungszentrum Uster zeigt, wie Nachrichten übermittelt, Befehle weitergegeben, Standorte koordiniert und Verbindungen gesichert wurden – vom optischen Signal über Morsetelegrafie und Telefonie bis zu Funk, Richtstrahl und Informationstechnologie.

Die Sammlung richtet sich an Menschen, die Technikgeschichte, Schweizer Militärgeschichte und die Entwicklung moderner Kommunikation verstehen möchten. Besucherinnen und Besucher erhalten nicht nur Einblick in Geräte, sondern auch in deren Einsatz, Bedienung und Bedeutung für die Schweizer Armee. Dabei wird auch ein Teil der Schweizer Industriegeschichte sichtbar.

Besuch im Sammlungszentrum planen

Eine Sammlung zur Geschichte der Übermittlung und Führungsunterstützung

Die Sammlung der Stiftung HAMFU dokumentiert die Entwicklung der Führungsunterstützung und Übermittlung in der Schweizer Armee. Sie umfasst technische Geräte, Systeme, Fahrzeuge, Dokumente, Zeitzeugenberichte und Fachpublikationen.

Zu den Themen gehören Telefonie, Telegrafie, Morsetechnik, Funk, Chiffriertechnik, Fernmeldetechnik, Richtstrahlverbindungen und Informationstechnologie. Viele Objekte sind technisch dokumentiert und werden durch Bilder, Beschreibungen und Hintergrundinformationen erschlossen.

Die Sammlung ist damit nicht nur ein historisches Archiv, sondern auch eine Wissensbasis für Technikinteressierte, Forschende, Armeeangehörige und Menschen, die verstehen möchten, wie Kommunikation militärische Führung möglich gemacht hat.

Objekte und Publikationen erkunden

Bewahren, dokumentieren und vermitteln

Die Stiftung HAMFU betreut historisches Armeematerial der Führungsunterstützung und Übermittlung der Schweizer Armee. Ihr Auftrag umfasst das Erfassen, Restaurieren, Unterhalten und Dokumentieren des zugewiesenen Materials sowie das Sammeln von Dokumenten und Zeitzeugenberichten. Die Stiftung sorgt zudem dafür, dass die Sammlung interessierten Personen zugänglich bleibt.

Damit leistet HAMFU einen Beitrag zum kulturhistorischen Verständnis der Schweizer Armee, der Technikgeschichte und der Entwicklung militärischer Kommunikation.

Mehr über die Stiftung HAMFU erfahren

Fachwissen, Freiwilligenarbeit und Engagement

Die Sammlung lebt vom Wissen und Engagement vieler Menschen. Der Verein IG Uem unterstützt die Stiftung HAMFU mit freiwilliger Arbeit, technischem Fachwissen und grosser Erfahrung im Umgang mit historischem Übermittlungs- und Führungsunterstützungsmaterial.

Wer sich für Kommunikationstechnik, Militärgeschichte, Restaurierung, Dokumentation oder Vermittlung interessiert, kann zur Erhaltung dieses besonderen Kulturguts beitragen – als Vereinsmitglied, als freiwillige Helferin oder freiwilliger Helfer, als Gönnerin oder Gönner oder mit fachlichem Wissen zu einzelnen Objekten und Systemen.

Mitwirken oder Stiftung unterstützen

Aktuelles

HAMFU steht für Historisches Armeematerial Führungsunterstützung. Die Stiftung betreut historisches Führungsunterstützungs- und Übermittlungsmaterial der Schweizer Armee.

Das Sammlungszentrum befindet sich an der Winikerstrasse 31 in 8610 Uster. Sie können die Stiftung telefonisch kontaktieren: +41 44 940 62 10 oder hier eine Anfrage für eine Besucherführung stellen

Ja. Das Sammlungszentrum bietet Führungen auf Voranmeldung an. Gruppenbesuche sind ab sechs Personen vorgesehen. Falls Sie weniger Personen sind, melden Sie sich trotzdem, wir finden eine Lösung. Hier können Sie sich direkt für eine Führung anmelden:

Zu sehen sind historische Geräte, Systeme, Dokumente und Fahrzeuge aus den Bereichen Kommunikation, Übermittlung und Führungsunterstützung der Schweizer Armee. Dazu gehören unter anderem Telefonie, Telegrafie, Morse, Funk, Fernmeldetechnik und Informationstechnologie.