Funkstation SE-222
SE-222
Die Beschaffung der Funkstation SE-222 markierte den Übergang von der Morsetelegrafie zum Funkfernschreiben. Von nun an war es für die Funker wichtiger, das 10-Finger-System zu beherrschen als das Morsen.
Die SE-222 kam gemeinsam mit dem Kryptofunkfernschreiber KFF 58/68 zum Einsatz. So war ein synchroner Schreibfunkbetrieb mit automatischer Chiffrierung möglich.
Die neuartige Einseitenband-Modulation SSB für den Sprechfunkbetrieb kam hingegen kaum zum Einsatz, da die inzwischen beschafften Funkgeräte mit Frequenzmodulation FM in der Regel für eine bessere Sprachqualität sorgten.
Zu Beginn des Funkbetriebs am SE-222 musste der Operateur jeweils die Empfangsfrequenz möglichst genau justieren. Der Prozess „Schwebungsnull einstellen“ ähnelte dem Stimmen mancher Musikinstrumente: Das Empfangssignal wurde mit einem internen Tongenerator überlagert und dann so eingestellt, dass die hörbare Frequenz möglichst niedrig war.
| Abmessungen (BHT) | 380x310x420 mm (Funkgerät) |
| Gewicht | 26 kg (Funkgerät); 185 kg (Funkgerät inkl. Zubehör) |
| Einsatz bei der Truppe | 1958 – 1987 |
| Beschaffung | 1956 – 1964 / 526 Stk. |
| Zuteilung | Funkerkompanien, Fliegerfunkerkompanien |
| Verwendungszweck | Schreibfunk |
| Hersteller | Zellweger AG, Uster |
| Modulationsart | A1A: Morsetelegrafie, tonlos, Trägertastung; F1B: Schreiben, Trägerumtastung; J3E: Sprechen, Einseitenband, Träger unterdrückt |
| Frequenzbereiche | 1.7 – 3.5 MHz |
| Frequenzwahl | durchstimmbar |
| Sendeleistung | 100 W (A1A, F1B); 200 W (J3E) |
| Empfängerprinzip | Superhet, 2-stufige HF-Verstärkung |
| Antenne | Dipol an Mast aufgezogen, Mastantenne 13m, Rutenantenne für Fahrzeug |
| Speisung | benzinelektrisches Aggregat, Bordbatterie mit Wechselrichter in Panzer |