Verein IG Uem

Die Interessengemeinschaft Übermittlung, kurz IG Uem, ist der unterstützende Verein der Stiftung HAMFU. Sie setzt sich dafür ein, historisches Übermittlungs- und Führungsunterstützungsmaterial der Schweizer Armee zu erhalten, zu dokumentieren, technisch zu betreuen und einer interessierten Öffentlichkeit verständlich zu machen.

Die IG Uem ist ein Verein gemäss ZGB und zählt über 200 Einzelmitglieder, Kollektivmitglieder und Gönner. Ihre Mitglieder bringen Fachwissen und Erfahrung aus Armee, Technik, Industrie und Verwaltung sowie aus ihrer privaten Beschäftigung mit historischer Kommunikationstechnik mit.

Im Zentrum steht die freiwillige Arbeit für ein aussergewöhnliches technisches Kulturgut: historische Kommunikationstechnik, Übermittlungsgeräte, Funktechnik, Telefonie, Telegrafie, Führungsunterstützungssysteme, Fahrzeuge, Dokumente und Publikationen aus der Geschichte der Schweizer Armee.

Aufgabe der IG Uem

Die IG Uem unterstützt die Stiftung HAMFU bei der Restaurierung und beim Unterhalt des historischen Führungsunterstützungs- und Übermittlungsmaterials der Schweizer Armee.

Kompetente Mitglieder betreuen in Arbeitsgruppen das ihnen von der Stiftung HAMFU zugewiesene Material. Sie erfassen, ordnen, restaurieren, reparieren, dokumentieren und erklären Geräte und Systeme. Damit tragen sie wesentlich dazu bei, dass historische Technik nicht nur aufbewahrt, sondern auch verstanden wird.

Die IG Uem organisiert selbständig oder in Zusammenarbeit mit Partnern Ausstellungen und Veranstaltungen. Sie weckt damit bei einem breiten Publikum Interesse für die historische Entwicklung der modernen Kommunikationstechnologien.

Freiwilligenarbeit mit Fachwissen

Ein Team von rund 30 Mitgliedern bildet das Rückgrat der IG Uem. Dieses Kernteam besteht aus motivierten Fachleuten, die sich zweimal im Monat im Sammlungszentrum Uster-Winikon treffen.

Gearbeitet wird an verschiedenen Projekten, selbständig oder in Kleingruppen. Die Mitglieder bringen ihr Wissen aus früheren beruflichen oder militärischen Tätigkeiten ein. Dieses Erfahrungswissen ist besonders wertvoll, weil viele historische Geräte und Systeme nur mit praktischem Hintergrundwissen richtig eingeordnet, bedient oder restauriert werden können.

Neben den Arbeiten im Sammlungszentrum organisiert die IG Uem Ausstellungen für besondere Anlässe. Zudem verfassen Mitglieder technische Publikationen, die auf der Website interessierten Leserinnen und Lesern zur Verfügung stehen.

Geschichte der IG Uem

Das zentrale Anliegen bei der Gründung der IG Uem war, historisches Übermittlungsmaterial zu erhalten. Die Interessengemeinschaft Übermittlung wurde am 26. März 2001 gegründet. An der Gründungsversammlung nahmen zehn Personen teil. Es wurde eine Vereinsstruktur gewählt, die im Grundsatz bis heute Bestand hat.

In den Anfängen sammelte, restaurierte und reparierte eine kleine Gruppe von Interessierten historisches Übermittlungsmaterial der Schweizer Armee. Als Arbeits- und Lagerort diente das Zeughaus Uster. Ein Teil des Materials war in Festungsanlagen eingelagert. Das Material wurde nach Kategorien eingelagert und in einer Datenbank verwaltet.

Mit der Zeit wuchsen sowohl die Mitgliederzahl als auch der Umfang an Material und Dokumenten.

Die IG Uem stiess mit der Betreuung des Sammlungsguts zunehmend an ihre Grenzen. Nach intensiven Abklärungen und Verhandlungen entschloss sich der Vorstand der IG Uem im Jahr 2009, eine Stiftung zu gründen. Mit dieser Gründung gingen die Verantwortlichkeiten für Material und Dokumente an die Stiftung Historisches Armeematerial Führungsunterstützung, HAMFU, über.

Die Geschäftsleitung der Stiftung HAMFU ist seither Ansprechpartnerin der IG Uem in allen Belangen, welche die Sammlungen betreffen. Grundlage für die Zusammenarbeit ist eine Leistungsvereinbarung beziehungsweise Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen den beiden Partnern.

Mit dem Aufbau des Sammlungszentrums «Historisches Armeematerial Führungsunterstützung» in Uster-Winikon steht dem Kernteam der IG Uem seit 2017 ein moderner Arbeitsort zur Verfügung.

Zusammenarbeit mit der Stiftung HAMFU

Die Stiftung HAMFU ist der wichtigste Partner der IG Uem. Die Vereinstätigkeiten richten sich schwergewichtig nach den Vorgaben und Zielsetzungen der Stiftung.

Die IG Uem erbringt ihre Leistungen im Rahmen einer mit der Stiftung HAMFU abgeschlossenen Leistungs-/Zusammenarbeitsvereinbarung.

Die Mitglieder arbeiten ehrenamtlich. Die Stiftung HAMFU unterstützt den Verein mit finanziellen Mitteln und stellt zweckmässige Infrastruktur, Räumlichkeiten und Arbeitsmittel zur Verfügung.

Die Leitplanken der Zusammenarbeit sind in einer Leistungs-/Zusammenarbeitsvereinbarung geregelt. Darin werden die wesentlichen Punkte für eine gute Zusammenarbeit festgelegt.

Der Präsident der IG Uem nimmt an den Geschäftsleitungssitzungen der HAMFU teil und ist seit 2026 auch Mitglied im Stiftungsrat der HAMFU. Dadurch ist der regelmässige gegenseitige Informationsaustausch sichergestellt.

Was die IG Uem leistet

Wir erfassen und ordnen das Sammelgut

Das vom VBS der Stiftung HAMFU übergebene historische Material muss erfasst, registriert und im Sammlungszentrum Uster-Winikon eingelagert werden. Dabei werden auch der optische und der funktionelle Zustand der Geräte aufgenommen.

Im Auftrag der Stiftung HAMFU übernimmt die IG Uem mit ihrem Kernteam einen grossen Teil dieser Aufgabe. Damit schafft sie eine wichtige Grundlage für Dokumentation, Erhaltung, Restaurierung und spätere Vermittlung.

Wir restaurieren und reparieren

Gemäss Leistungsvereinbarung mit dem VBS muss die Stiftung HAMFU bestimmtes Material der Öffentlichkeit zeigen können, nach Möglichkeit im Betrieb.

Das Kernteam der IG Uem kann dank der vorhandenen Fachkenntnisse unter den Mitgliedern einen grossen Teil dieser Arbeiten übernehmen. Dazu gehören Restaurierung, Reparatur, technische Abklärungen, Funktionsprüfungen und die praktische Sicherung von Erfahrungswissen.

Wir stellen aus

Die IG Uem organisiert permanente Ausstellungen und Ausstellungen im Rahmen von Anlässen.

Im Flieger Flab Museum in Dübendorf besteht eine permanente Ausstellung der IG Übermittlung. Sie zeigt einen Querschnitt durch die militärische Übermittlungstechnik der letzten 100 Jahre und kann während der Öffnungszeiten des Museums besucht werden.

Im Sammlungszentrum Uster-Winikon sind ebenfalls Übermittlungsgeräte und Übermittlungsfahrzeuge ausgestellt. Diese Ausstellung ist jedoch nicht allgemein frei zugänglich. Interessierte Personen und Gruppen können sich über die Besuchsmöglichkeiten im Bereich Sammlungszentrum informieren und dort eine Führung anfragen.

Wir publizieren

Die bei den Mitgliedern vorhandene technische Kompetenz wird in Form von Publikationen zugänglich gemacht. Auf der Website finden interessierte Leserinnen und Leser Fachbeiträge, Essays und technische Beschreibungen zu Themen der militärischen Übermittlung, Funktechnik und Kommunikationstechnik.

Zu den Publikationsthemen gehören unter anderem HF-Funk, VHF-Funk, historische Funkstationen, Funkpeilung, Antennentechnik, technische Umbauten, Betriebserfahrungen und Beiträge zur Geschichte einzelner Geräte und Systeme.

Wir pflegen die Kameradschaft

Die IG Uem ist nicht nur eine technische Arbeitsgemeinschaft, sondern auch ein Verein. Neben den offiziellen Arbeitstagen pflegen die Mitglieder die Kameradschaft mit besonderen Anlässen.

Diese Vereinskultur ist wichtig, weil das grosse freiwillige Engagement langfristig nur mit fachlicher Motivation, persönlicher Verbundenheit und gegenseitiger Wertschätzung tragfähig bleibt.

Organisation der IG Uem

Die IG Uem wird durch den Vorstand geführt.

Hanspeter Steiner

Präsident

Jean-Marc Drexel

Mitglied des Vorstands

Tom Schmid

Kassier und Chef Besucherführungen

Manfred von Allmen

Aktuar

Arbeitsgruppen

Das Kernteam der IG Uem ist in verschiedene Arbeitsgruppen aufgeteilt. Diesen Arbeitsgruppen sind bestimmte Geräte und Systeme zur Betreuung anvertraut.

Bei der Zusammenstellung der Arbeitsgruppen spielt das mitgebrachte Wissen aus früheren Tätigkeiten in Beruf und Militär eine entscheidende Rolle. Die Arbeitsgruppen tragen grundsätzlich Verantwortung für das ihnen zugewiesene Sammelgut.

Diese Struktur erlaubt eine fachgerechte Betreuung sehr unterschiedlicher Materialbereiche. Sie verbindet praktisches Erfahrungswissen mit systematischer Sammlungsarbeit.

Mitgliedschaftsformen

Die IG Uem freut sich über neue Mitglieder, Kollektivmitglieder und Gönner. Wer sich für historische Kommunikationstechnik, militärische Übermittlung, Restaurierung, Dokumentation, Ausstellungen oder Vereinsarbeit interessiert, kann Mitglied werden oder den Verein unterstützen.

Es bestehen folgende Mitgliedschaftsformen:

Einzelmitglied: Fr. 50.– pro Jahr

Kollektivmitglied: Fr. 200.– pro Jahr

Gönner: Beitrag nach eigener Wahl

Helfen Sie mit, historische Übermittlungstechnik zu erhalten

Jetzt Mitglied werden oder die IG Uem als Gönnerin oder Gönner unterstützen.

Kollektivmitglieder und Partner

Neben Einzelmitgliedern und Gönnern gehören auch Kollektivmitglieder und Partner zum Umfeld der IG Uem. Sie unterstützen den Verein ideell, fachlich oder organisatorisch und tragen dazu bei, dass historisches Übermittlungs- und Führungsunterstützungsmaterial erhalten und vermittelt werden kann.

Anlässe und Vereinsleben

Die IG Uem organisiert und dokumentiert Vereinsanlässe, Mitgliederversammlungen, Kernteam-Ausflüge, Ausstellungen und besondere Veranstaltungen.

Ausstellungen der IG Uem

Die IG Uem wirkt an Ausstellungen an zwei Standorten mit.

Im Sammlungszentrum Uster-Winikon sind Übermittlungsgeräte und Übermittlungsfahrzeuge ausgestellt. Diese Ausstellung ist nicht allgemein frei zugänglich. Führungen können über den Bereich Sammlungszentrum angefragt werden.

Im Flieger Flab Museum in Dübendorf befindet sich eine permanente Ausstellung der IG Übermittlung. Sie kann während der Öffnungszeiten des Museums besucht werden.

Vereinsdokumente

Die Statuten der IG Uem senden wir bei Interesse gerne zu.

Protokolle der Mitgliederversammlungen sind nur für Mitglieder bestimmt. Ein geschützter Mitgliederbereich ist in Planung.

Publikationen

Die Publikationen der IG Uem machen das technische Fachwissen der Mitglieder einem interessierten Publikum zugänglich. Sie behandeln unter anderem historische Funkgeräte, Funkanlagen, Peilgeräte, Antennentechnik, Betriebserfahrungen und technische Modifikationen.

Fachlinks

Kontakt IG Uem

Interessengemeinschaft Übermittlung
Hanspeter Steiner, Präsident
Alte Landstrasse 56
8800 Thalwil

Telefon 044 721 02 10

Mitwirken bei der IG Uem

Die IG Uem lebt vom Fachwissen, der Erfahrung und der Freiwilligenarbeit ihrer Mitglieder. Wer sich für historische Übermittlungstechnik, Funk, Telefonie, Fahrzeuge, Dokumentation, Restaurierung, Ausstellungen oder technische Publikationen interessiert, kann sich einbringen.

Besonders wertvoll sind Kenntnisse aus Militär, Nachrichtentechnik, Elektronik, Telekommunikation, Informatik, Archivarbeit, Museologie, Mechanik, Fahrzeugtechnik oder Dokumentation. Ebenso willkommen sind Personen, die Freude an Vereinsarbeit, Führungen, Anlässen oder der Vermittlung technischer Geschichte haben.

Warum die IG Uem wichtig ist

Historisches Armeematerial der Führungsunterstützung und Übermittlung ist mehr als alte Technik. Es zeigt, wie Kommunikation, Führung und Organisation in der Schweizer Armee funktionierten.

Viele Geräte und Systeme können nur dann richtig verstanden werden, wenn neben dem Objekt auch das praktische Wissen erhalten bleibt. Genau hier liegt die besondere Stärke der IG Uem: Ihre Mitglieder kennen die Technik, die Anwendung, die Abläufe und oft auch die Geschichte hinter den Objekten.

Die IG Uem trägt dazu bei, dass dieses Wissen erhalten bleibt. Sie verbindet Sammeln, Restaurieren, Dokumentieren, Ausstellen, Publizieren und Kameradschaft. Damit unterstützt sie die Stiftung HAMFU und leistet einen wichtigen Beitrag zur Schweizer Technik- und Militärgeschichte.

Die IG Uem ist die Interessengemeinschaft Übermittlung. Sie ist ein Verein gemäss Schweizer Zivilgesetzbuch ZGB und unterstützt die Stiftung HAMFU bei der Erhaltung, Restaurierung, Dokumentation und Vermittlung historischen Übermittlungs- und Führungsunterstützungsmaterials der Schweizer Armee.

Ja. Eine Führung im Sammlungszentrum Uster eignet sich für Vereine, Firmen, technische Fachgruppen und militärhistorisch interessierte Gruppen. Sie erhalten Einblick in die Geschichte der militärischen Kommunikation und lernen historische Geräte, Systeme und Übermittlungsfahrzeuge der Schweizer Armee kennen. Verpflegung kann auf Vorbestellung vereinbart werden.