Morse-Farbschreiber Modell 1873
Morseschreiber 73
Der Morseschreiber 73 mit seinen goldfarbenen Metallteilen und dem rötlichen Holz ist ein typisches Beispiel für das edle Aussehen der ersten Übermittlungsgeräte der Schweizer Armee. Er wurde in den 1870ern beschafft – kurz nachdem erste Telegrafentruppen gebildet worden waren.
Auf dem Holzsockel wurden neben dem eigentlichen Morseschreiber eine Morsetaste (zum Senden eines Telegramms an eine andere Stelle sowie zum Umschalten von Senden auf Empfang) und ein Messgerät für die Stromstärke montiert. Der Sockel mit den Geräten konnte – zusammen mit einigen Werkzeugen und einem Vorrat an Papierstreifen – in einer Holzkiste versorgt werden.
Obwohl die Morsezeichen automatisch auf Papier geschrieben wurden, schlossen viele Telegrafisten einen sogenannten „Klopfer“ oder „Summer“ an das Gerät an, um die Morsezeichen abzuhören und dann direkt in Buchstabenschrift zu transkribieren.
| Abmessungen (BHT) | 375x518x185 mm |
| Gewicht | 10.75 kg |
| Einsatz bei der Truppe | 1876 – 1930 |
| Beschaffung | 1875 – 1922 / 176 Stk. |
| Zuteilung | Telegrafenkompanien |
| Verwendungszweck | Morsetelegrafie |
| Hersteller | Hasler & Escher, Bern |
| Schreibgeschwindigkeit | bis zu 60 ZpM |
| Übertragungsart | Eintontelegrafie |
| Textausgabe | Morsezeichen auf Papierstreifen |
| Speisung | Lokalbatterie, 36 V |