Chiffriermaschine NEMA
Mit dem Krieg begann 1939 auch die Auslieferung von zuvor in Deutschland bestelltem Kriegsmaterial zu stocken. Davon betroffen waren auch die Chiffriermaschinen Enigma. Mitarbeiter des «Chiffrebüros» begannen 1943 deshalb, selbst ein solches Gerät zu konzipieren. Sie nannten es konsequenterweise «Neue Maschine», verkürzt auf «NEMA». Mit der praktischen Umsetzung wurden die Apparate- und Maschinenfabriken Uster beauftragt. Die Feststellung der Truppentauglichkeit verzögerte sich, sodass es erst nach dem Weltkrieg zur Produktion kam. Zum Einsatz kamen die Geräte in der Folge nicht nur bei der Truppe, sondern auch für die Auslandsverbindungen des Politischen Departements.
Im Truppenjargon wurde die NEMA auch «Tasten-Drücker-Maschine» genannt. Das war nicht verwunderlich, denn mit einem Tastendruck setzte man «einiges an Mechanik» in Bewegung. Der Übername fand aber noch eine offizielle Verwendung: Da in eidgenössischen Zeughäusern keine unbeschrifteten Behältnisse gelagert werden durften, «tarnte» man die NEMA-Kisten mit dem unverdächtigen Kürzel «TD».
| Einsatz bei der Truppe | 1948 – 1979 |
| Beschaffung | 1946 – 1947; 220 Stk. für Ausbildungszwecke, 320 Stk. als KMob-Reserve, 100 Stk. für Botschaftsfunk |
| Zuteilung | Stäbe A, AK, Div, Br, Funkerkompanien, Übermittlungskompanien |
| Liquidation | 1994 |
| Entwicklung bei | Chiffrebüro der Armee |
| Entwicklungsjahr(e) | 1942 – 1944 |
| Hersteller | Apparate- und Maschinenfabriken Zellweger Uster |
| Produktionsjahr(e) | 1946 – 1947 |
| Verschlüsselungsverfahren | Polyalphabetische Substitution |
| Speisung | Eingebaute Batterie 4,5 V oder Netzbetrieb 110-250 VAC oder externe Quelle 4 V (Akku) |
| Abmessungen (BHT) | 330x380x145 mm |
| Gewicht | 11 kg |

